BEHINDERT SEIN HEIßT NICHT AM RANDE DER
GESELLSCHAFT ZU STEHEN - SONDERN BEHINDERUNG,
HILFSMITTEL UND HELFER ANZUNEHMEN -
UND MITTEN REIN INS LEBEN!

§ 1 Name und Sitz

Der Verein führt den Namen VOLLGAS BLIND. Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden und trägt dann den Zusatz „e.V.“. Der Sitz des Vereins ist Gars am Inn.

§ 2 Geschäftsjahr

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 3 Zweck des Vereins

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

Zweck des Vereins ist die Hilfestellung zur Sozialisierung und Integration der Sehbehinderten, Blinden und auch drogenabhängiger Jugendlicher unter dem Motto: Behindert sein heißt nicht am Rande der Gesellschaft zu stehen, sondern die Behinderung, Hilfsmittel und Helfer anzunehmen und mitten rein ins Leben zu starten!

Der Satzungszweck wird verwirklicht durch Motivation, Krisengespräche, Drogen- und Suchtberatung für Betroffene und deren Familienangehörigen durch ehemalig Abhängige. Es werden psychologische Gespräche angeboten und auf Wunsch und bei Bedarf, Hilfestellung bei der Suche nach geeigneten Therapeuten und Therapien, geleistet. Es werden nur kompetente Einrichtungen angesprochen.

Weiter werden Präventionsvorträge an schulischen Einrichtungen gehalten.

Der Verein besitzt ein VOLLGAS BLIND Rennauto. Mit diesem „Renntaxi“ werden Fahrten für vom Verein betreute Personen, auf einer permanenten Rennstrecke (z.B. Salzburgring) neben einem Rennprofi sitzend, unternommen. Dadurch soll gefördert werden, dass die Behinderten lernen, Hilfe anzunehmen und sich auch auf die Helfer verlassen.

Die Förderung von mittellosen Jugendlichen und Junggebliebenen soll mittels Spass-Kart-Fahrens gefördert werden. Diese Veranstaltungen werden vom Verein gesponsert. Das ermöglicht diesen Menschen den Ersteinstieg und gegebenenfalls die Entdeckung des Talents, durch bereits erfolgreiche Fahrer und damit evtl. spätere Förderer.

§ 4 Selbstlose Tätigkeit

Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

§ 5 Mittelverwendung

Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 6 Erwerb der Mitgliedschaft

Vereinsmitglieder können nur natürliche Personen werden. Der Aufnahmeantrag ist schriftlich zu stellen. Über den Aufnahmeantrag entscheidet der Vorstand. Gegen die Ablehnung, die keiner Begründung bedarf, steht dem/der Bewerber/in die Berufung an die Mitgliederversammlung zu, welche dann endgültig entscheidet. Die Mitgliedschaft beginnt mit dem Aufnahmebeschluss.

§ 7 Beendigung der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss, Tod oder Auflösung der juristischen Person. Der Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber einem vertretungsberechtigten Vorstandsmitglied. Die schriftliche Austrittserklärung muss mit einer Frist von einem Monat, jeweils zum Ende des Geschäftsjahres gegenüber dem Vorstand erklärt werden.

Der Ausschluss kann nur aus wichtigem Grund erfolgen. Wichtige Gründe sind insbesondere ein die Vereinsziele schädigendes Verhalten, die Verletzung satzungsmäßiger Pflichten oder Beitragsrückstände von mindestens einem Jahr. Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand. Gegen den Ausschluss steht dem Mitglied die Berufung an die Mitgliederversammlung zu, die schriftlich binnen eines Monats an den Vorstand zu richten ist. Die Mitgliederversammlung entscheidet im Rahmen des Vereins endgültig.

§ 8 Beiträge

Es ist ein jährlicher Beitrag von derzeit 20,00 € zu entrichten, bei Eintritt während des Jahres anteilig.

Seine Höhe bestimmt die Mitgliederversammlung. Der Beitrag ist im Voraus zu zahlen.

Der Vorstand kann Beiträge stunden oder ganz oder teilweise erlassen.

Eine Aufnahmegebühr wird nicht erhoben.

§ 9 Organe des Vereins

Organe des Vereins sind:
blindenzeichena) der Vorstand
blindenzeichenb) die Mitgliederversammlung

§ 10 Vorstand

Der Vorstand des Vereins besteht aus dem 1. Vorsitzenden, dem 2. Vorsitzenden, dem Schriftführer und dem Kassierer. Nach Wunsch des Vorstands können bis zu drei Beisitzer gewählt werden.

Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich in allen Vereinsangelegenheiten durch zwei Vorstandsmitglieder vertreten.

Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung in geheimer Wahl gewählt. Wird einstimmig entschieden, dass die Wahl per Akklamation erfolgen soll, so kann auf diese Weise gewählt werden. Die Wiederwahl ist möglich. Die Amtsdauer beträgt drei Jahre. Der Vorstand bleibt so lange im Amt bis eine Neuwahl erfolgt ist. Wählbar sind nur Mitglieder des Vereins.

Das Amt eines Mitglieds des Vorstands endet mit seinem Ausscheiden aus dem Verein. Scheidet ein Mitglied vor Ablauf seiner Amtsdauer aus, wählt der Vorstand ein Ersatzmitglied für den Rest der Amtsdauer des ausgeschiedenen Mitglieds.

Verschiedene Vorstandsämter können nicht in einer Person vereinigt werden.

Die Vertretungsmacht des Vorstands ist mit Wirkung gegen Dritte in der Weise beschränkt, dass zum Erwerb oder Verkauf, zur Belastung und zu allen sonstigen Verfügungen über Grundstücke oder grundstücksgleiche Rechte sowie zur Aufnahme von Krediten die Zustimmung der Mitgliederversammlung erforderlich ist.

Der Vorstand trifft seine Entscheidungen mit einfacher Mehrheit.

§ 11 Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung ist einzuberufen,
blindenzeichena) wenn es das Interesse des Vereins erfordert,
blindenzeichenb) mindestens einmal jährlich, möglichst in den ersten drei Monaten des Kalenderjahres
blindenzeichenc)bei Ausscheiden eines Mitglieds des Vorstands binnen drei Monaten,
blindenzeichend)wenn die Einberufung von einem Viertel alles Mitglieder unter Angabe des Zwecks und der Gründe verlangt wird.

Der Vorstand hat der Mitgliederversammlung einen Jahresbericht und eine Jahresrechnung vorzulegen; die Versammlung hat über die Entlastung des Vorstands einen Beschluss zu fassen.

Die Mitgliederversammlung ist vom Vorstand schriftlich unter Einhaltung einer Frist von drei Wochen einzuberufen. Die Frist beginnt mit der Absendung der Einladung an die letzte bekannte Mitgliederanschrift. Die Einberufung des Versammlung muss den Gegenstand der Beschlussfassung bezeichnen. Jedes Mitglied kann bis spätestens eine Woche vor dem Tag der Mitgliederversammlung beim Vorstand schriftlich beantragen, dass weitere Angelegenheiten nachträglich auf die Tagesordnung gesetzt werden. Der Versammlungsleiter hat sodann zu Beginn der Versammlung die Tagesordnung entsprechend zu ergänzen. Über Anträge auf Ergänzung der Tagesordnung, die erst in der Mitgliederversammlung gestellt werden, beschließt die Mitgliederversammlung.

Die Mitgliederversammlung beschließt insbesondere über:
blindenzeichena) die Genehmigung der Jahresrechnung
blindenzeichenb) die Entlastung des Vorstands
blindenzeichenc) die Wahl des Vorstands
blindenzeichend) Satzungsänderungen
blindenzeichene) die Festsetzung der Mitgliedsbeiträge
blindenzeichenf) Anträge des Vorstands und der Mitglieder
blindenzeicheng) Berufungen abgelehnter Bewerber
blindenzeichenh) die Auflösung des Vereins
blindenzeicheni) ...............................................

Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist beschlussfähig.

Zur Beschlussfassung über die Änderung der Satzung sowie über die Auflösung des Vereins ist die Anwesenheit von zwei Dritteln der Vereinsmitglieder erforderlich. Ist die Mitgliederversammlung nicht beschlussfähig, so ist vor Ablauf von vier Wochen seit dem Versammlungstag eine weitere Mitgliederversammlung mit derselben Tagesordnung einzuberufen. Die weitere Versammlung hat frühestens zwei Monate vor, spätestens vier Monate nach dem ersten Versammlungstag stattzufinden. Die neue Versammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl des erschienenen Mitglieder beschlussfähig. Die Einladung zu jener Versammlung muss einen Hinweis auf die erleichterte Beschlussfähigkeit enthalten.

Zu einem Beschluss über die Auflösung des Vereins ist eine Mehrheit von vier Fünfteln der erschienenen Mitglieder, zu einem Beschluss, der eine Änderung des Satzung enthält, ist eine Mehrheit von drei Vierteln der erschienenen Mitglieder erforderlich.

Zur Änderung des Zwecks des Vereins ist die Zustimmung aller Mitglieder des Vereins notwendig; die Zustimmung der nicht erschienenen Mitglieder muss schriftlich erfolgen.

Es wird durch Handzeichen abgestimmt. Auf Antrag von auch nur einem Anwesenden ist schriftlich und geheim abzustimmen. Bei der Beschlussfassung entscheidet die Mehrheit der erschienenen Mitglieder. Stimmenthaltungen der erschienenen Mitglieder zählen als Nein-Stimmen. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.

Über die in der Versammlung gefassten Beschlüsse ist eine Niederschrift aufzunehmen. Die Niederschrift ist vom Vorsitzenden der Versammlung und dem Protokollführer zu unterschreiben. Wenn mehrere Vorsitzende tätig waren, unterzeichnet der letzte Versammlungsleiter die ganze Niederschrift. Jedes Mitglied ist berechtigt, die Niederschrift einzusehen.

§ 12 Kassenprüfung

Die Mitgliederversammlung wählt für die Dauer von drei Jahren zwei Kassenprüfer/innen. Diese dürfen nicht Mitglied des Vorstands sein. Wiederwahl ist zulässig.

§ 13 Auflösung des Vereins

Der Verein kann durch Beschluss der Mitgliederversammlung aufgelöst werden. Die Liquidation erfolgt durch den Vorstand.

Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall des gemeinnützigen Zwecks fällt das Vereinsvermögen jeweils zur Hälfte an den TSV Gars für die Jugendförderung und an das Franziskushaus in Au am Inn.

Die vorstehende Satzung wurde in der Gründungsversammlung vom …........errichtet.